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	<title>Elradon &#187; Denken</title>
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	<description>Weil es doch so viel zu schreiben gibt!</description>
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		<title>und die Information macht mir Angst</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 18:28:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elradon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bericht]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht lange ist es her, dass auf Wikileaks ein Video &#252;ber den Kampfeinsatz von US-Truppen in Irak ver&#246;ffentlicht wurde; bei diesem wurden Zivilisten, auch Journalisten, niedergeschossen (weiteres dazu). Ich m&#246;chte gar nicht darauf eingehen in wie weit die breit diskutierten Aspekte (durften sie &#252;berhaupt schie&#223;en, ist es unmenschlich dabei diese oder jene Art von Spr&#252;chen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht lange ist es her, dass auf Wikileaks ein Video &#252;ber den Kampfeinsatz von US-Truppen in Irak ver&#246;ffentlicht wurde; bei diesem wurden Zivilisten, auch Journalisten, niedergeschossen (<a href="http://www.netzpolitik.org/2010/wikileaks-veroeffentlicht-us-militaer-video-aus-dem-irak/" target="_blank">weiteres dazu</a>).</p>
<p>Ich m&#246;chte gar nicht darauf eingehen in wie weit die breit diskutierten Aspekte <span id="more-516"></span>(durften sie &#252;berhaupt schie&#223;en, ist es unmenschlich dabei diese oder jene Art von Spr&#252;chen abzugeben) eingehen, denn hier wurde schon viel gesagt und f&#252;r mich d&#252;rfte an dieser Stelle nur eine solch komplexen Er&#246;rterung gen&#252;gen, dass ich diese hier zu diesem Zeitpunkt nicht leisten m&#246;chte.</p>
<p>Ich m&#246;chte &#252;ber eine pers&#246;nliche Erfahrung berichten, die mich heute nochmals &#252;ber das Video hat nachdenken lassen. Doch zuerst ein wenig zu dem Video: Dort gehen also diese Menschen, wie sie es die Tage zuvor getan haben, und sie gehen so, als w&#252;rden sie auch morgen noch ganz genau so leben. Ich denke zwar, dass jedem dort bewusst war, dass sie sich in einem gef&#228;hrlichen Bereich bewegen, schlie&#223;lich herrscht dort Krieg, aber keinem d&#252;rfte bewusst gewesen sein, dass sie in den n&#228;chsten Sekunden, ohne es &#252;berhaupt mitzubekommen, sterben w&#252;rden.</p>
<p>Auch ich ging heute auf dem Weg von der Uni nach Hause, so, wie ich immer gehe. Ich dachte dar&#252;ber nach was ich nun anzustellen glaubte, an diesem Tag; dann h&#246;rte ich einen Hubschrauber in nicht allzu gro&#223;er Entfernung, meine Augen fanden ihn leicht &#8211; und da durchschlug es mich wie ein Blitz, mir war klar, dass ich schon l&#228;ngst tot sein k&#246;nnte, so wie die im Irak niedergeschossenen Zivilisten. Mir ist zwar durchaus bewusst, dass mein Leben zu jeder Zeit &#8211; sei es durch irgendwelche Krankheiten oder durch einen Autofahrer, der die Kontrolle verliert &#8211; ein Ende nehmen kann. Aber, dass mich jemand aus einem fast nicht mehr zu sehendem Hubschrauber, aus der Luft und ohne jede eigene Gefahr, mit kaum vorstellbar gro&#223;er Munition, die so schnell fliegt, dass die Sch&#252;sse bei der Entfernung treffen, bevor ich &#252;berhaupt den Abschuss h&#246;re, t&#246;ten k&#246;nnte, nein, das habe ich mir noch nicht vorgestellt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Autorenportr&#228;t zu Immanuel Kant</title>
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		<comments>http://elradon.me/blog/autorenportraet-zu-immanuel-kant.html#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 18:34:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elradon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufsatz]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[kant]]></category>

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		<description><![CDATA[von Michael Nicolai am 08.01.2008 als Facharbeitsersatz im Deutschunterricht 2007 / 2008 der Bismarckschule f&#252;r Herrn ***** ein Autorenportr&#228;t von Immanuel Kant unter der Leitfrage: „Welche Umwelteinfl&#252;sse boten Kant die M&#246;glichkeit und brachten ihn schlie&#223;lich dazu die Frage  nach „Was ist Aufkl&#228;rung“ zu beantworten?“ Inhaltsverzeichnis: 1) Einleitung 1.1) Einleitung des Autorenportr&#228;t 1.2) Erl&#228;uterung der leitenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>von Michael Nicolai am 08.01.2008</strong></p>
<p><strong>als Facharbeitsersatz im Deutschunterricht 2007 / 2008 der Bismarckschule</strong></p>
<p><strong>f&#252;r Herrn *****</strong></p>
<p><strong>ein Autorenportr&#228;t von Immanuel Kant unter der Leitfrage:</strong></p>
<h1>„Welche Umwelteinfl&#252;sse boten Kant die M&#246;glichkeit und brachten ihn schlie&#223;lich dazu die Frage  nach „Was ist Aufkl&#228;rung“ zu beantworten?“</h1>
<p><span id="more-375"></span></p>
<h1>Inhaltsverzeichnis:</h1>
<table style="height: 171px;" width="400" border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" width="57">1)</td>
<td valign="top" width="385"><strong><span style="text-decoration: underline;">Einleitung</span></strong></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="57">1.1)</td>
<td valign="top" width="385">Einleitung des Autorenportr&#228;t</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="57">1.2)</td>
<td valign="top" width="385">Erl&#228;uterung der leitenden Fragestellung</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="57">2)</td>
<td valign="top" width="385"><strong><span style="text-decoration: underline;">Hauptteil</span></strong></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="57">2.1)</td>
<td valign="top" width="385">Aussage und Besonderheiten<br />
seines Werkes „Was ist Aufkl&#228;rung“</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="57">2.2)</td>
<td valign="top" width="385">die Epoche Kants (Zeitalter der Aufkl&#228;rung)</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="57">2.3)</td>
<td valign="top" width="385">Leben Kants</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="57">2.4)</td>
<td valign="top" width="385">Beantwortung der Leitfrage</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="57"></td>
<td valign="top" width="385"></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h1>Quellennachweis:</h1>
<p>Wikipedia-Quellen:</p>
<ul>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitalter_der_Aufkl&#228;rung" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitalter_der_Aufkl&#228;rung</a></li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant</a></li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufkl&#228;rung" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufkl&#228;rung</a></li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Metaphysik" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Metaphysik</a></li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Riemermeister" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Riemermeister</a></li>
</ul>
<p>weitere Quellen:</p>
<ul>
<li>Beantwortung der Frage: Was ist Aufkl&#228;rung von Immanuel Kant</li>
</ul>
<h1><span style="text-decoration: underline;">1) Einleitung:</span></h1>
<h2>1.1) Einleitung des Autorenportr&#228;t:</h2>
<p>Immanuel Kant schrieb in seinem mittig der Epoche der Aufkl&#228;rung gelegenem Leben viele Werke, die mehr oder weniger bedeutsam waren, mehr oder weniger Anklang in seiner unmittelbaren Lebensumgebung und weiten &#246;ffentlichen Kreisen fanden.</p>
<p>In einem seiner Werke, die er mit gr&#246;&#223;tem Geschick verfasste, beantwortet er die Frage  „Was ist Aufkl&#228;rung“.</p>
<p>Obwohl dieses anspruchsvolle Werk von den meisten Leuten heutzutage nicht gelesen wird und von denjenigen, die es lesen, kaum beim ersten Lesen verstanden wird, behandelten wir den ersten Teil dieses Aufsatzes in der Schule, als wir uns im Deutschunterricht mit der Epoche der Aufkl&#228;rung – im Zusammenhang mit Lessings „Emilia Galotti“ – besch&#228;ftigten.</p>
<p>Schon damals war ich fasziniert von der Kunst, die Kant an den Tag legte, wenn es darum ging S&#228;tze zu formen und zu gestalten.</p>
<p>Doch nun m&#246;chte ich mich nicht mit seinen k&#252;nstlerischen F&#228;higkeiten widmen, sondern einer Frage, die wir im Deutschunterricht noch nicht gekl&#228;rt haben. Die Frage danach, warum gerade Immanuel Kant als einer <em>der </em>Denker der Epoche der Aufkl&#228;rung heraussticht.</p>
<h2>1.2) Erl&#228;uterung der leitenden Fragestellung:</h2>
<p>Soweit dies untersucht worden ist, gibt es f&#252;r viele „gro&#223;e“ und bekannte Pers&#246;nlichkeiten der Geschichte psychologische Analysen, die die Erkl&#228;rungen f&#252;r das Handeln der Personen liefern, wodurch nachvollziehbar ist, warum eine Person als das in die Geschichte einging, als die wir sie heute kennen. Meist lassen sich auch historische Fakten heranziehen, wodurch die geschichtliche Entwicklung als logisch beschrieben werden kann.</p>
<p>F&#252;hrt man diese psychologischen Eigenarten verschiedenen Personen mit der geschichtlichen Gesamtentwicklung zusammen, so erschlie&#223;t sich einem bei genauer Betrachtung durchaus Verst&#228;ndnis f&#252;r die Geschehnisse der Vergangenheit.</p>
<p>Doch warum ist es nun Immanuel Kant geworden, der drei Kritiken, eine &#252;ber „die reine Vernunft“, „der praktischen Vernunft“ und „der Urteilskraft“ geschrieben hat und nicht einer seiner acht Geschwister, die zweifelsfrei &#228;hnliche Grundlagen hatten, wie Kant selbst.</p>
<p>Nicht nur, weil dies der erste Text Kants ist, den ich gelesen habe, auch, weil ich diesen Text subjektiv bevorzuge, ergibt sich f&#252;r mich folgende Fragestellung:</p>
<p>„Welche Umwelteinfl&#252;sse boten Kant die M&#246;glichkeit und brachten ihn schlie&#223;lich dazu die Frage  nach „Was ist Aufkl&#228;rung“ zu beantworten?“</p>
<p>Bevor ich mit dem Hauptteil beginne, m&#246;chte ich diese Fragestellung noch etwas differenzieren:<br />
Umwelteinfl&#252;sse sind alle Einfl&#252;sse, die direkt oder indirekt auf Immanuel Kant zu Lebzeiten eingewirkt haben, in besonderer Weise Erziehung und Interaktionen mit Familie und Freunden.</p>
<p>„Die M&#246;glichkeit“ ist auf Kants Grundlagen bezogen. Etwa, ob er aus einem gesellschaftlich h&#246;heren Elternhaus stammt, welches sich mit dem Thema Aufkl&#228;rung befasst hat.</p>
<p>Der letzte Teil der Frage fragt nach der oder den Ursachen, die Immanuel Kant zum Schreiben &#252;ber die Aufkl&#228;rung gebracht hat.</p>
<h1><span style="text-decoration: underline;">2) Hauptteil:</span></h1>
<h2>2.1) Aussage und Besonderheiten seines Werkes „Was ist Aufkl&#228;rung“:</h2>
<p>Besonders hervorzuheben ist der ungew&#246;hnliche, aber durchaus sinnvolle, direkte Einstieg (sinnvoll daher, weil er im Folgenden die Unm&#252;ndigkeit, dessen Bestandteil „das Labern – nichts zum Ausdruck bringen“ ist, kritisiert):</p>
<p>„Aufkl&#228;rung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unm&#252;ndigkeit.“</p>
<p>Damit verzichtet Kant auf eine lange Einleitung und auf die Heranf&#252;hrung an das Thema.  Unmittelbar danach definiert er:</p>
<p>„Unm&#252;ndigkeit ist das Unverm&#246;gen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“ Danach folgt: „Selbstverschuldet ist diese Unm&#252;ndigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschlie&#223;ung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“</p>
<p>In diesen drei S&#228;tzen ist jedes Wort wichtig.</p>
<p>Immanuel Kant definiert Aufkl&#228;rung als den Vorgang, den eine Person durchlebt, wenn sie aus dem Dasein sich nicht aktiv des eigenen Verstandes bedienen zu k&#246;nnen, durchl&#228;uft, um M&#252;ndig zu werden.<br />
Diese Unm&#252;ndigkeit kann man differenzieren. Ist eine Person geistig nicht in der Lage, „zu dumm“, um selbst zu denken, so ist sie zwar unm&#252;ndig, diese Unm&#252;ndigkeit ist aber nicht selbstverschuldet, wie es der Fall bei der anderen Gruppe von Personen ist, die nicht M&#252;ndig aufgrund von fehlendem Entschluss und Angst ist.<br />
Daher fordert er im Weiteren auf: „Sapere aude! Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“ und deklariert diesen Spruch zum „Wahlspruch der Aufkl&#228;rung“.<br />
Im Rest des ersten Absatzes  geht er auf die Gr&#252;nde ein, warum die Vielzahl der Menschen unm&#252;ndig ist. Dazu z&#228;hlen vor allem Faulheit und Feigheit – also das von heute bekannte „Ich hab kein Bock“ und die auch heute noch anzutreffende Angst vor Neuem und Misserfolg nach Taten die  dahin ungewohnt waren.</p>
<p>So f&#252;hrt er an, dass man anstatt zu denken auch bezahlen k&#246;nnte. Etwa den „Arzt, der f&#252;r mich die Di&#228;t beurteilt“ und „einen Seelsorger, der f&#252;r mich Gewissen hat“.</p>
<p>Ferner interessant ist, dass er „die Vorm&#252;nder“ beschuldigt daf&#252;r zu sorgen, dass Unm&#252;ndige weiter unm&#252;ndig bleiben und sogar Angst davor haben m&#252;ndig zu werden. F&#252;r die Darstellung dieses Sachverhaltes zieht er einen Vergleich heran:</p>
<p>„Nachdem sie ihr Hausvieh zuerst dumm gemacht haben und sorgf&#228;ltig verh&#252;teten, da&#223; diese ruhigen Gesch&#246;pfe ja keinen Schritt au&#223;er dem G&#228;ngelwagen, darin sie sie einsperrten, wagen durften, so zeigen sie ihnen nachher die Gefahr, die ihnen droht, wenn sie es versuchen allein zu gehen.“</p>
<p>Der restliche Text bedarf keiner so detaillierten Erl&#228;uterung:</p>
<p>Im Weiteren stellt er noch einmal fest, dass Unm&#252;ndigkeit den meisten Menschen zur Natur geworden ist. Nur Wenigen sei es gelungen durch eigene Bearbeitung ihres Geistes sich aus der Unm&#252;ndigkeit herauszuarbeiten. Dies sei allerdings den meisten Menschen m&#246;glich, solange man ihnen die Freiheit dazu l&#228;sst.</p>
<p>Zwar ist es einem einzelnen Menschen schwer sich selbst zu befreien, der Gesellschaft im Ganzen allerdings nicht.</p>
<p>Kant erl&#228;utert weiterhin, wann „Freidenken“ erlaubt ist und wann nicht. So d&#252;rfe ein Soldat sich einem Befehl nicht widersetzten, ihn im Nachhinein aber durchaus kritisieren und einem Publikum zur Bewertung vorlegen.</p>
<h2>2.2) die Epoche Kants (Zeitalter der Aufkl&#228;rung):</h2>
<p>Das so genannte Zeitalter der Aufkl&#228;rung erstreckt sich &#252;ber zwei Jahrhunderte (17. bis 18.), die Kant selbstverst&#228;ndlich nicht durchlebt hat. Dennoch halte ich es f&#252;r richtig diesen Zeitabschnitt „Epoche Kants“ zu nennen, da er zweifelsohne einer der wichtigsten Denker jener Zeit war, wie etwa auch Ephraim Lessing.</p>
<p>Die zentralen Entwicklungen in dieser Epoche sind mit den Ausf&#252;hren Kants &#252;ber „Aufkl&#228;rung“ in Verbindung zu bringen. Den Menschen wurde zunehmend bewusst, dass sie selber denken sollten, und alte, starre und nicht mehr aktuelle Vorstellungen (auch Vorurteile) abstreifen m&#252;ssten.<br />
Dies bezog sich nicht nur auf private Angelegenheiten, sondern durchaus auch auf Politische (beispielsweise war die franz&#246;sische Revolution ein solcher Ausbruch politischer Neugesinnung).</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>2.3) Leben Kants:</h2>
<p>Immanuel Kant wurde am 22. April 1724 in K&#246;nigsberg geboren.<br />
Er war der Sohn eines Riemermeisters (&#228;hnlich dem heutigen Schuster) und einer der Bildung aufgeschlossenen Mutter. Seine Eltern haben neben ihm noch 8 weitere Kinder gezeugt, von denen allerdings nur 5 das Erwachsenenaltern erreichten, was durchaus normal f&#252;r diese Zeit.</p>
<p>Bereits mit 8 Jahren erhielt er durch seine Mutter eine F&#246;rderung &#252;ber das Friedrichskollegium und studierte mit 16 Jahren an der Uni von seinem Heimatort. Zu dem Zeitpunkt interessierte er sich stark f&#252;r Theologie, Philosoph und Naturwissenschaften (dieses Interesse d&#252;rfte auch der Grund daf&#252;r sein, warum nicht eines seiner Geschwister seine Rolle in Anspruch nahm).</p>
<p>Als sein Vater 1746 starb unterbrach er sein Studium und arbeitete als Hauslehrer. So ergaben sich ihm viele Gelegenheiten in die h&#246;heren Schichten der Gesellschaft K&#246;nigsbergs zu blicken und an Diskussionen in dieser mitzuwirken; seinen Kumpanen sch&#228;tzen ihn dabei sehr!</p>
<p>1754 nahm Immanuel Kant sein Studium wieder auf und ver&#246;ffentlichte „Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels“ bevor er seine Habilitation „Die ersten Grunds&#228;tze der metaphysischen Erkenntnis“ vorlegte. Darauffolgend arbeitete er als Dozent f&#252;r Logik und Naturrecht.</p>
<p>Als er allerdings versuchte dies als Professor zu unterrichten, erhielt er eine Absage (1759), woraufhin er sich als Unibibliothekar versuchte.</p>
<p>Im Jahre 1770 wurde sein damaliges Gesuch aufgegriffen und er erhielt die Einladung als Professor f&#252;r Logik und Metaphysik zu lehren. Dies lehnte er allerdings ab, schrieb in der Folgezeit allerdings einen seiner wichtigsten Aufs&#228;tze: „Was ist Aufkl&#228;rung“ (1784) und arbeite von 1786 bis 1788 als Rektor seiner Heimatuni.</p>
<p>Ab 1787 war er ebenfalls an der Akademie der Wissenschaften Teilnehmer, musste sich aber auch stark kritisieren lassen. So kam es beispielsweise dazu, dass sein Herausgeber und guter Freund Johann Biester eine Beschwerde beim K&#246;nig einlegte, weil Kant im Vorfeld in starken Konflikt zu der Zensurbeh&#246;rde stand.</p>
<h2>2.4) Beantwortung der Leitfrage:</h2>
<p>Als nicht aus armem Elternhaus stammend, war Bildung f&#252;r Immanuel nicht verschlossen. Aufgrund seiner Interessen, bekr&#228;ftigt durch seine Mutter und m&#246;glicherweise durch den fr&#252;hen Tod seines Vaters, widmete sich Immanuel Kant jenem Bereich der Wissenschaften, der nur sehr vage ist:</p>
<p>Zwischen Naturwissenschaft und Naturgesetzten auf der einen Seite und Philosophie und Theologie auf der Anderen.</p>
<p>Als er als Hauslehrer arbeitete, muss er auf die Missst&#228;nde der damaligen Gesellschaft aufmerksam geworden sein. Da er dies mit vielen Leuten der h&#246;heren Schicht diskutieren konnte und auch als Lehrk&#246;rper eng mit Bildung und Wissen verbunden war, bot sich ihm die M&#246;glichkeit &#252;ber viele theoretische Fragen Urteile zu bilden. Dazu z&#228;hlen unter anderem in besonders Ma&#223;e seine drei Kritiken (Kritik der reinen Vernunft, Kritik der praktischen Vernunft und Kritik der Urteilskraft).</p>
<p>Den durch all diese &#220;berlegungen aufgebaute geistige Druck in seinem Inneren, entlud sich schlie&#223;lich in „Was ist Aufkl&#228;rung“, in welchem er sehr aggressiv auf die Missst&#228;nde der Zeit hinweist.</p>
<p>Durch seine Aufzeichnungen &#252;berliefert, bleiben uns nun viele Zitate und Gedanken, die wir nicht vergessen sollten, aber auch nicht als Vollendung, sondern vielmehr als Ansporn auffassen sollten;</p>
<p>denn „sapere aude!“</p>
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