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	<title>Elradon &#187; entropie</title>
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	<description>Weil es doch so viel zu schreiben gibt!</description>
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		<title>Determinismus und Laplacescher D&#228;mon &#8211; oder auch: wenn man das Ende kennt</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Oct 2009 18:41:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elradon</dc:creator>
				<category><![CDATA[angedacht]]></category>
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		<description><![CDATA[Der folgende Eintrag beschreibt und interpretiert die Sachzusammenh&#228;nge des Determinismus und des Laplacescher D&#228;mon &#8211; au&#223;erdem warum es den Menschen nicht gefallen w&#252;rde, &#8220;wenn man das Ende kennt&#8221;. Vorwort Ich m&#246;chte vorweg nehmen, dass ich von vielen der hier genannten Theorien eine gute Kenntniss habe. Es ist allerdings nicht zu vernachl&#228;ssigen, dass ich diese vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der folgende Eintrag beschreibt und interpretiert die Sachzusammenh&#228;nge des Determinismus und des Laplacescher D&#228;mon &#8211; au&#223;erdem warum es den Menschen nicht gefallen w&#252;rde, &#8220;wenn man das Ende kennt&#8221;.</p>
<p><span id="more-302"></span></p>
<h2>Vorwort</h2>
<p>Ich m&#246;chte vorweg nehmen, dass ich von vielen der hier genannten Theorien eine gute Kenntniss habe. Es ist allerdings nicht zu vernachl&#228;ssigen, dass ich diese vor geraumer Zeit erworben habe, die Theorien weiterentwickelt werden und in ihrer komplexen Gesamtheit und in ihren Zusammenh&#228;ngen nur von wenigen Menschen auf der Welt korrekt und vollst&#228;ndig erfasst werden. Ich m&#246;chte hier also mehr einen Einblick &#252;ber mein Verst&#228;ndnis der Welt geben als einen h&#246;chst wissenschaftlichen Einblick in unsere Wirklichkeit.</p>
<h2>Determinismus</h2>
<p>Auch wenn der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Determinismus">Determinismus bei Wikipedia</a> bereits gut beschrieben ist (eine Lekt&#252;re der Seite ist hiermit empfohlen), m&#246;chte ich ein paar meiner eigenen Worte dar&#252;ber verliergen. Wenn man der Theorie des Determinismuses folgt, dann glaubt man, dass bereits alles was passieren wird und alles, was jemals passiert ist, bereits von Anfang an* fest standt. *&#8221;von Anfang an&#8221; w&#252;rde ich hierbei zeitlich auf den Urknall legen aber, wenn es sich bei diesem um ein sich wiederholendes Ereignis handelt, nicht weiter in die Vergangenheit &#8211; nicht bis zum ersten Urknall;</p>
<h2 id="firstHeading">Laplacescher D&#228;mon</h2>
<p>Eine direkter Vergleich zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Laplacescher_D%C3%A4mon" target="_blank">Laplaceschen D&#228;mon</a> bringt weitere Erkenntnisse &#252;ber die Hintergr&#252;nde dieser Theorie. In eigenen Worte m&#246;chte ich folgend zusammenfassen:</p>
<p><em>Kennt man den momentanen und die vergangenen Zust&#228;nde eines Systems und sind einem alle Gesetze / Verhaltensweisen der Natur, die in diesem System wirken, bekannt, so kann man auf die zuk&#252;nftige Entwicklung des Systems schlie&#223;en.</em></p>
<p>Zuerst m&#246;chte ich sehr vereinfachtes Beispiel geben: Wir <strong>rollen einen Ball</strong> eine Schr&#228;ge hinunter. Da wir die Anfangsgeschwindigkeit, die Neigung des Gef&#228;lles, den Luftwiederstand und sonstige Kr&#228;fte, etwa die Gravitation kennen, ist es uns m&#246;glich vorherzusagen wann der Ball zu rollen aufh&#246;rt oder wann dieser eine bestimmte Geschwindigkeit erreicht; oder wo er nach einem bestimmten Zeitintervall ist.</p>
<p>Diese Vorhersagen sind auch f&#252;r komplexere, feinere Vorg&#228;nge m&#246;glich. Taucht man etwa einen mit <strong>Farbe ges&#228;ttigten Pinsel in ein Glas Wasser</strong>, so wissen wir, dass sich die Farbe in diesem Glas verteilen wird und mit voranschreitender Zeit nahezu eine Gleichverteilung vorherschen wird (Stichwort: Diffusion und Eigenbewegung der Teilchen).</p>
<p style="padding-left: 30px;">An dieser Stelle ist auch unbedingt der Begriff der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Entropie_%28Thermodynamik%29" target="_blank">Entropie</a> zu nennen. Sie beschreibt den Zustand eines Systems &#8211; genauer die Ordnung oder Unordnung der Teilchen in dem System. Wasser liegt in seiner festen Form (Eis) etwa sehr geordnet vor; dies sieht man etwa bei Eiskristallen. Wasser in fl&#252;ssiger Form ist schon &#8220;unordentlicher&#8221;. Die Teilchen sausen hin und her. Wird die Energie in dem System noch gr&#246;&#223;er, so werden die Molek&#252;le so schnell, dass sie sich von einander so weit entfernen, dass sie frei in die Luft gehen &#8211; Wasserdamf.</p>
<p>Zur&#252;ck zum Wasser-Farbe-Beispiel. F&#252;r das &#228;u&#223;ere Erscheiungsbild werden wir also ad&#228;quat vorhersehen k&#246;nnen, wie die Fl&#252;ssigkeit im Glas nach einiger Zeit aussehen wird. Problematisch wird es, wenn wir versuchen die zuk&#252;nftigen Aufenthaltsorte der einzelnen M&#246;lek&#252;le und Ionen zu bestimmen. Wir wissen zwar, dass der Zustand eines Systems zu einer hohen Entropie / Unordnung strebt, allerdings k&#246;nnen wir dies nur mittels der Eigenbewegung der Teilchen begr&#252;nden. Warum die Teilchen sich genau bewegen, k&#246;nnen wir noch nicht sagen und noch weniger k&#246;nnen wir sagen wohin sie sich bewegen werden. Es ist allerdings nicht von der Hand zu weisen, dass wir mit den entsprechenden Modellen genau dies k&#246;nnten (dies scheint aufgrund einer Vielzahl an historischen Ereignisse nahezu belegbar).</p>
<h2>unser Universum und wir</h2>
<p>Der Artikel f&#252;hrte von einem einfachen Beispiel (Rollen eines Balles) zu einem viel komplexeren (Molekularbewegung aufgrund der Eigenbewegung). Ich m&#246;chte nun den Schritt waren und behaupten, dass sich die genannte Theorie auch auf das gr&#246;&#223;te uns bekannte System anwenden lassen &#8211; das Universum. Teilweise k&#246;nnen wir schon recht gut vorhersagen wie sich die Dinge im Universum verhalten. So wissen wir entlang welcher Bahn Kometen fliegen &#8211; und das trotz verschiedener Krafteinwirkungen, etwa von naheliegenden Planeten, die den Kurs des Kompetens beeinflussen. Selbst steuern wir unsere Satelieten in die weiten des Universums und nehmen uns dabei etwa den Mond zur Hilfe.</p>
<p>Es ist also festzuhalten, dass wir sowohl die Entwicklungen von einfachen Vorg&#228;ngen, aber auch die der von gewaltigen Objekten (etwa Gasriesen und andere Gr&#246;&#223;en im Universum) vorhersagen k&#246;nnten. Was bleibt also &#252;brig zu sagen? Der Mensch als wissenschaftliches Objekt:</p>
<p>Der Mensch besteht wie so ziemlich die meisten Dinge, die der normale Mensch kennt, aus Atomen, Molek&#252;len, Ionen. Warum sollten wir also nicht auch f&#252;r ihn, also auch seinen Entscheidungen, Vorhersagungen machen k&#246;nnen? &#8211; Diesem Gedankengang steht bisher die Meinung der Menschen &#252;ber sich selbst im Wege. Glaubt der Mensch doch einen freien Willen zu haben.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Doch bereits der Europ&#228;ische Gerichtshof <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Geringere-Haftstrafe-wegen-aggressionsfoerderndem-Gen-850039.html" target="_blank">schrenkt dies in Sache Strafrecht ein</a>. So wurde die Strafe eines Mannes gek&#252;rzt, der eine genetischen Abnormalit&#228;t aufwies, die zur Zolge hat, dass ein bestimmtes Enzym, welches agressiv-machende Hormone abbaut, nur in gerinen Mengen produziert wird. Bei einem kleinen Streit gibt es deswegen einen &#220;berschuss an agressiv-machenden Hormonen, da diese nur langsam abgebaut werden. Da der Mann deswegen in einer Streitsituation nicht mehr nur seinem freien Willen unterworfen w&#228;re, sondern aufgrund des Mangels an dem Enzym quasi dazu gezwungen war, agressiv zu handel, tr&#228;fe ihn eine geringere Schuld, weshalb auch die Strafe geringer ausfallen m&#252;sste.</p>
<p>Doch woher r&#252;hrt der freie Wille? Nach der Geburt eines Menschen hat dieser zweifelsohne Reflexe auf bestimmte k&#246;rperliche Interaktionen &#8211; schlie&#223;lich ist bei Reflexen nicht einmal das Gehirn beteiligt, sondern eben nur die Nervenbahnen in unserem K&#246;rper. Ebenso wei&#223;t er kaum genetisch bedingtes Wissen &#8211; der &#8220;neue&#8221; Mensch muss alles lernen, was er sp&#228;ter einmal k&#246;nnen muss. Er lernt also das Krabbeln, Reden und allerlei. Dieses stets unter dem Einfluss der Umgebung. Sowohl der k&#246;rperlichen als auch der kulturellen. Ist der Mensch also letztendlich nicht nur eine Ansammlung von Erfahrungen, von Erziehung, die  ihm das sp&#228;tere Handel diktieren; und, wenn man zugrunde legt, dass dies alles auf einem chemischen System basisert, dann bleibt doch letzendlich nur der Schluss, dass alles, was ein Mensch in seinem Leben tuen wird, vorhersagbar ist &#8211; sowohl aus Sicht der Psychologie (was wurde dem Mensch vermittelt? welche Eindr&#252;cke hatte er?), als auch aus der Sicht der Wissenschaft (welche chemischen und k&#246;rperlichen Einwirkunen l&#246;sen welche Reaktion im K&#246;rper hervor, &#8230;).</p>
<p>Da wir aufgrund der obersten Ausf&#252;hrung bereits wisse, welche Ereignisse einen Menschen beeinflussen, so k&#246;nnen wir nun schlie&#223;lich auch sein Hadndel vorhersagen, was letztlich dazu f&#252;hrt, dass wir das Verhalten der gesamten Menschheit vorher sagen k&#246;nnten &#8211; notwendig daf&#252;r w&#228;ren eben die Kenntnisse und Modelle, von denen bereits die Rede war.</p>
<h2>Das Problem der Kenntniss und Paradoxie</h2>
<p>Nun wird es den meisten Menschen so gehen, sofern sie die Theorie verstanden und akzeptiert haben,   <a href="http://jennybloggt.wordpress.com/2009/10/23/wenn-man-das-ende-kennt/">dass es ihnen unerw&#252;nscht ist, dass bereits alles feststeht </a> und dass sie keinen freien Willen haben. Weiterhin ergeben sich noch Fragen der Paradoxie; etwa: ver&#228;ndert die Kenntniss dar&#252;ber, dass bereits die Zukunft feststeht, nicht unseren Handlungswillen und damit auch die Zukunft? Sicherlich ist das so &#8211; auf den ersten Blick. Denn die Vorhersage, dass wir Kenntniss von dieser Theorie erlangen und sie verstehen war genau so vorhergesagt wie alles andere. F&#252;r den objektiven Daemon, der uns von &#8220;au&#223;en&#8221; betrachtet, ist es keine &#220;berraschung. Ihm war klar, dass es passieren w&#252;rde &#8211; genau so.</p>
<p>F&#252;r uns selbst stellt sich nun allerdings eine Frage, die die L&#246;sung des Dilemmas geben wird. W&#228;re es nicht m&#246;glich einfach nichts mehr zu machen &#8211; die Zukunft steht ja fest? Sicherlich ist diese M&#246;glichkeit gegeben, sie ist es aber immer. Denn zwar ist die Zukunft vorhergesagt, aber sind wir eben nicht in der Kenntniss dieser. F&#252;r uns ist unklar, ob und wie unser Leben sich entwickeln wird; und so sind wir aus Egoismus dazu angehalten eben doch etwas zu tun &#8211; das, was wir auch tun w&#252;rden, wenn wir nicht w&#252;ssten, dass wir keinen freien Willen haben.</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;Ich bin dazu determiniert zu erkennen, dass ich determiniert bin!&#8221; von Alexander Frick</p>
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