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	<title>Elradon &#187; Aufsatz</title>
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	<description>Weil es doch so viel zu schreiben gibt!</description>
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		<title>LG Hamburg &#8211; Urteil Az. 312 O 142/09 &#8211; komische Interpretationen</title>
		<link>http://elradon.me/blog/lg-hamburg-urteil-az-312-o-14209-komische-interpretationen.html</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 03:50:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elradon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufsatz]]></category>
		<category><![CDATA[E-Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Wettbewerb]]></category>

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		<description><![CDATA[F&#252;r mich begann die &#8220;Diskussion&#8221; zu diesem Urteil am 04.01 diesen Jahres und war eigentlich auch schnell beendet. Doch nun tauchen immer mehr komische oder falsche Interpretationen vor meiner Nase auf und ich wunder mich, dass es zu diesem Urteil so viel zu schreiben gibt&#8230; Zum einen wird vertreten, dass die Begklagte angab die E-Mail [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>F&#252;r mich begann die <a href="http://www.e-recht24.de/news/abmahnung/6124-abmahnung-per-email.html" target="_blank">&#8220;Diskussion&#8221; zu diesem Urteil am 04.01</a> diesen Jahres und war eigentlich auch schnell beendet. Doch nun tauchen immer mehr komische oder falsche Interpretationen vor meiner Nase auf und ich wunder mich, dass es zu diesem Urteil so viel zu schreiben gibt&#8230;<span id="more-437"></span></p>
<p>Zum einen wird vertreten, dass die Begklagte angab die E-Mail &#8220;<a href="http://gegen-abzocke.com/index2.php/02/gerichtsurteil-abmahnungen-per-e-mail-gultig/" target="_blank">nie erhalten</a>&#8221; wurde bzw. den Emf&#228;nger &#8220;<a href="http://www.developers-guide.net/forums/8132,neues-aus-dem-hamburger-landgericht">gar nicht erreicht hat</a>&#8220;. Man ist sogar dar&#252;ber <a href="http://forum.webhostlist.de/forum/smalltalk/107195-jetzt-neu-abmahnung-per-email.html">erstaunt, dass eine Abmahnung per E-Mail zul&#228;ssig ist</a> &#8211; und das dort, wo selbst Gesch&#228;fte &#252;ber das Internet abgeschlossen werden. Soweit korrekt <a href="http://www.gulli.com/news/lg-hamburg-abmahnung-per-e-mail-zul-ssig-2010-02-03">berichtet gulli.com</a>, allerdings sind die User dort genau so emp&#246;rt wie sonst &#252;berall. <a href="http://www.abakus-internet-marketing.de/foren/viewtopic/t-81599.html#681051" target="_blank">Nur Vereinzelt gibt es Gebenstimmen</a>.</p>
<h2>E-Mail-Kommunikation heute</h2>
<p>Fakt ist doch aber indes, dass die E-Mailkommunikation heute fast wichtiger geworden ist als der Briefverkehr und darum wundert sich auch niemand, dass man Vertr&#228;ge per Mail schlie&#223;en und auch k&#252;ndigen kann. Problematisch war bis jetzt immer den Zugang nachzuweisen &#8211; und jetzt auf einmal hei&#223;t es, dass eine E-Mail auch zugegangen ist, wenn sie den Emfp&#228;nger gar nicht erreicht hat?</p>
<p>Aus dem <a href="http://openjur.de/u/31941-312_o_142-09.html" target="_blank">Urteil Az. 312 O 142/09</a> sollte man das allerdings nicht lesen. Fakt ist, dass dort zum einen der konkrete Versand des entsprechenden Inhalts der Abmahnung durch eine Anwaltskollegen eidesstattlich versichert wurde &#8211; die E-Mail ging an ihn als Kopie. Zum anderen gab die Beklagte an, dass sie die E-Mail deshalb nicht zur Kenntniss genommen habe, weil diese von der internen Firewall abgefangen wurde.</p>
<h2>Der Zugang wie wir ihn kennen</h2>
<p>Nach g&#228;ngiger Definition sind f&#252;r &#8220;Zugang&#8221; zwei Aspekte notwendig:</p>
<ul>
<li>Gelangen in den Machtbereich des Emfp&#228;ngers</li>
<li>Damitrechnenk&#246;nnen, dass der Inhalt unter normalen Umst&#228;nden zur Kenntniss genommen werden kann</li>
</ul>
<p>Als Beispiel aus der &#8220;einfach zug&#228;nglichen&#8221; Welt: Mein Freund bietet mir seinen Bildschirm zum super g&#252;nstigen Preis von 5 € an. Allerdings m&#252;sste ich das Angebot bis zum 10. des n&#228;chsten Monats annehmen- sonst &#8220;w&#228;r ich zu sp&#228;t&#8221;. Am 1. jenes Monats werfe ich meinem Freund meinen schriftlich niedergelegten Wunsch den Bildschirm zu kaufen in den Briefkasten =&gt; dies stellt das &#8220;in den Machtbereich des Empf&#228;ngers&#8221; dar.</p>
<p>Da man den Briefkasten normalerweise auch t&#228;glich &#246;ffnet und nach Post schaut, kann ich damit rechnen, dass sp&#228;testens am n&#228;chsten Tag mein Freund &#252;ber meinen Wunsch informiert sein wird. =&gt; Kenntniss nehmen</p>
<p>Doof blo&#223;, dass seine Freundin den Brief einfach wegschmeist &#8211; mein &#8220;ich will&#8221; schien ihr wohl suspekt&#8230;</p>
<h2>Der Zugang &#8211; warum nicht auch bei einer E-Mail so?</h2>
<p>Bei dem im Urteil angesprochenen Sachverhalt ist es nicht anders. Die E-Mail wird korrekt an den fremden Mailserver (&#8220;Briefkasten&#8221;) &#252;bergeben, doch die E-Mail erreicht letztendlich nicht den Empf&#228;nger, obwohl dieser die E-Mail unter normalen Umst&#228;nden sehr wohl h&#228;tte erhalten k&#246;nnen.</p>
<p>Warum sollte man nun bei dem Kommunikationsinstrument E-Mail dem Absender der Nachricht ein Risiko zurechnen, welches in der realen Welt auch nicht bei ihm liegt? Der Absender tr&#228;gt das Risiko des Weges, der Empf&#228;nger das Risiko seines Herschaftsbereich.</p>
<h2>Erstes Fazit</h2>
<p>Wir halten also fest, dass ein E-Mail Zugang analog dem Zugang eines Briefes geurteilt wird und eigentlich kein Problem darin besteht, dass die E-Mail konkret nicht an den Empf&#228;nger gelangt ist &#8211; denn der Empf&#228;nger hat gerade dieses Risiko zu tragen.</p>
<h2>Warum musste die Beklagte die Prozesskosten bezahlen?</h2>
<p>All diese Ausf&#252;hrungen sind sch&#246;n und gut. Aber in dem Urteil ging es geintlich um die Frage der Kosten&#8230;</p>
<p>In unserem Fall wurde die Sache vor Gericht verhandlet, da die Beklagte auf die Abmahnung (logischerweise) nicht geantwortet hat. In diesem Verahren wurde die Schuld anerkannt, die Beklagte wollte allerdings die Kosten gem&#228;&#223; <a href="http://openjur.de/g/ZPO/93.html" target="_blank">§ 93 ZPO</a> nicht zahlen. In dieser Norm hei&#223;t es:</p>
<blockquote><p>Hat der Beklagte nicht durch sein Verhalten zur Erhebung der Klage Veranlassung gegeben, so fallen dem Kl&#228;ger die Prozesskosten zur Last, wenn der Beklagte den Anspruch sofort anerkennt.</p></blockquote>
<p>Hier muss zun&#228;chst darauf hingewiesen werde, dass, da diese Norm ja zugunsten der Beklagten wiegt,</p>
<p style="padding-left: 30px;">Abmahnungen sind in unserer Gesellschaft stark verkannt &#8211; sie soll eigentlich <a href="http:///">ein</a><a href="http://dejure.org/gesetze/UWG/12.html" target="_blank"> kostenintensives Gerichtsverfahren vermeiden</a> &#8211; leider wird sie heute oft missbraucht.</p>
<p>diese auch den Nachweis f&#252;hren muss. Sie m&#252;sste also nachweisen, dass sie keinen Grund zur Klage gegeben hat. Da hier eine negative Tatsache bewiesen werden m&#252;sste (<a href="http://www.law-blog.de/374/beweislast-fuer-den-zugang-einer-abmahnung/" target="_blank">das Problem wurde genau in diesem Zusammenhang auf law-blog.de aufgeworfen</a>), ergibt sich allerdings ein Problem. Der <a href="http://www.beckmannundnorda.de/serendipity/index.php?/archives/3-BGH-Zugang-einer-Abmahnung-und-Beweislast.html" target="_blank">BGH dazu dann aber richtig</a>, dass die &#8220;schlichte Behauptung der negativen Tatsache&#8221; gen&#252;gen m&#252;sste. In unserem Fall konnte nun der Kl&#228;ger aber eindeutig nachweisen, dass die E-Mail verschickt wurde und auch der Empfang war ja eigentlich sicher.. Somit konnte sich die Beklagte nicht auf §93 ZPO berufen.</p>
<h2>Zweites Fazit</h2>
<p>Wenn man Urteile nicht richtig lie&#223;t, einfachen (falschen) Zusammenfassungen glaubt und allgemein der Meinung folgt, die vorgegeben ist, kommt man leicht zu falschen Schl&#252;ssen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Rollenprofil: Phantasiegestalt Hase-Student</title>
		<link>http://elradon.me/blog/rollenprofil-phantasiegestalt-hase-student.html</link>
		<comments>http://elradon.me/blog/rollenprofil-phantasiegestalt-hase-student.html#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2009 22:52:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elradon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufsatz]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bitte nicht zu hinterfragen was die Aufgabe hierzu war &#8211; komisch dennoch. Ein Schizophren, dessen eine H&#228;lfte (ein Mensch, der glaubt, ein Hase zu sein) und seine andere H&#228;lfte (ein Mensch, der Psychotherapie studiert hat) sich st&#228;ndig gegenseitig „anmachen“: Guten Tag, ich hei&#223;e Steven Hammelback und bin 35 Jahre alt. Am liebsten hoppele ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="padding-left: 30px;">Ich bitte nicht zu hinterfragen was die Aufgabe hierzu war &#8211; komisch dennoch.</p>
<p><em>Ein Schizophren, dessen eine H&#228;lfte (ein Mensch, der glaubt, ein Hase zu sein) und seine andere H&#228;lfte (ein Mensch, der Psychotherapie studiert hat) sich st&#228;ndig gegenseitig „anmachen“:</em></p>
<p><em><span id="more-418"></span><br />
</em></p>
<p>Guten Tag,</p>
<p>ich hei&#223;e Steven Hammelback und bin 35 Jahre alt.</p>
<p><em>Am liebsten hoppele ich den ganzen Tag</em> nein, ich therapiere dich! <em>Bei mir gibt’s nichts zu therapieren, ich bin ein Hase.</em> Nein bist du nicht!<em> Doch und meine Familie wurde erschossen.</em> Nein, sie lebt in Mexico und ich bin in einem Weisenheim gro&#223; geworden. <em>Das willst du mir erz&#228;hlen, aber ich wei&#223;, wie b&#246;se die Menschen sind, die die Hasen erschie&#223;en.</em> Das mag ja sein, aber du bist kein Hase, sondern ein Gehirngespinst.<em> Denkste. Das bist du!</em></p>
<p>Dieser Hase! Ich halte es bald nicht mehr mit ihm aus. Ich muss ihn einfach therapieren. Mich therapieren. Schlie&#223;lich habe ich 4 Semester Psychologie studiert! Wenn ich den Hasen nicht therapiere, dann werde ich irre. Wenn ich das nicht eh schon bin.</p>
<p><em>Ich bin der Irre. Schlie&#223;lich habe ich so eine komische Stimme in mir. Und das schlimmste w&#228;re, wenn ich erschossen w&#252;rde; das passiert auch bald, wenn mich diese Stimme nicht aufh&#246;rt zu nerven. Mein Gott. Das w&#228;re das Schlimmste, was passieren k&#246;nnte. Erschossen. Von einem Menschen!</em></p>
<p>Keine Angst, das wird nicht passieren. Schlie&#223;lich bist du ja ein Mensch; die werden nicht so einfach erschossen. Pass auf, entspann dich erstmal und lass uns reden.</p>
<p><em>Nein! Es geht schon wieder los… warum hilft mir denn keiner? – keiner da -. HILFE!</em></p>
<p><em>Warum akzeptiert die Stimme nicht, dass ich ein Hase bin? Das w&#228;re am einfachsten. Mein sehnlichster Wunsch. Ob der noch in Erf&#252;llung geht?</em></p>
<p>Es tut mir leid, aber das wird nicht passieren. Schlie&#223;lich bist du ja ich und wenn ich verschwinde, bist auch du nicht mehr. Also w&#228;re es am besten f&#252;r uns alle, wenn ich dich therapiere. Dann hast du auch keine Stimme mehr in dir! Versprochen! Also, wann hast du das erste Mal gedacht, du seiest ein Hase?</p>
<p><em>Ich denke nicht, dass ich ein Hase bin. Ich wei&#223; es; und es wurde mir das erste Mal bewusst, naja, wie ich 7 war.</em></p>
<p>7. Quersumme von 25. Da hab ich mein 4. Semester abgeschlossen. Da hatten wir uns gegenseitig hypnotisiert. Da muss wohl was schief gegangen sein.</p>
<p><em>Da ist nichts schief gegangne. Ich bin ein Hase, du ne Stimme in meinem Kopf und aus ist. Lass mich in Ruhe, sonst werde ich erschossen, weil ich nicht aufpassen kann…</em></p>
<p>Was ist denn, wenn du nicht erschossen wirst, mit wem bist du dann so zusammen?</p>
<p><em>Niemanden. Ich hopple herum, fresse, schlafe, fresse, hopple.</em></p>
<p>Das ist aber nicht viel, oder?</p>
<p><em>Was machst du denn so den ganzen Tag?</em></p>
<p>Ich versuche den Hasen in mir zu b&#228;ndigen!</p>
<p><em>Ach, das ist aber nicht viel, oder?</em></p>
<p>Naja, genug zu tun schon.</p>
<p><em>Aber nicht viel. Wie bei mir!</em> <em>Wenn du ein Mensch bist, m&#252;sstest du nicht arbeiten?</em></p>
<p>Lebe von Sozialgeld. Weil bei allen Vorstellungsgespr&#228;chen ich auf einmal rumgeh&#252;pft bin. Ich konnte mich daran gar nicht erinnern, aber man hat es mir gesagt.</p>
<p><em>Ja, das waren noch die Zeiten, wo ich die Herrschaft &#252;ber meinen K&#246;rper hatte und nicht meine Stimme. Da hast du nur zu mir geredet und ich konnte tun, was ICH wollte.</em></p>
<p>Das war falsch. Ich bin der Mensch, ich steure mich. So hat das zu sein.</p>
<p>Aber zur&#252;ck zu deinen Problemen. Wo bist du so?</p>
<p><em>Machen wir’s so: ich erz&#228;hl dir was, du erz&#228;hlst mir was. Wo wohnst du?</em></p>
<p>Getto. Nichts weiter los. Sozialschwache Gegend und das als Bildungsmensch, als Person, die noch was erreichen k&#246;nnte.</p>
<p><em>Erreichen, du? Du hast einen Hasen in dir, oder nicht? Du bist irre und wirst nichts mehr machen!</em></p>
<p>[schweigen]</p>
<p><em>[die Person, die hier sprach, hoppelt weg]</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Autorenportr&#228;t zu Immanuel Kant</title>
		<link>http://elradon.me/blog/autorenportraet-zu-immanuel-kant.html</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 18:34:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elradon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufsatz]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[kant]]></category>

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		<description><![CDATA[von Michael Nicolai am 08.01.2008 als Facharbeitsersatz im Deutschunterricht 2007 / 2008 der Bismarckschule f&#252;r Herrn ***** ein Autorenportr&#228;t von Immanuel Kant unter der Leitfrage: „Welche Umwelteinfl&#252;sse boten Kant die M&#246;glichkeit und brachten ihn schlie&#223;lich dazu die Frage  nach „Was ist Aufkl&#228;rung“ zu beantworten?“ Inhaltsverzeichnis: 1) Einleitung 1.1) Einleitung des Autorenportr&#228;t 1.2) Erl&#228;uterung der leitenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>von Michael Nicolai am 08.01.2008</strong></p>
<p><strong>als Facharbeitsersatz im Deutschunterricht 2007 / 2008 der Bismarckschule</strong></p>
<p><strong>f&#252;r Herrn *****</strong></p>
<p><strong>ein Autorenportr&#228;t von Immanuel Kant unter der Leitfrage:</strong></p>
<h1>„Welche Umwelteinfl&#252;sse boten Kant die M&#246;glichkeit und brachten ihn schlie&#223;lich dazu die Frage  nach „Was ist Aufkl&#228;rung“ zu beantworten?“</h1>
<p><span id="more-375"></span></p>
<h1>Inhaltsverzeichnis:</h1>
<table style="height: 171px;" width="400" border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" width="57">1)</td>
<td valign="top" width="385"><strong><span style="text-decoration: underline;">Einleitung</span></strong></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="57">1.1)</td>
<td valign="top" width="385">Einleitung des Autorenportr&#228;t</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="57">1.2)</td>
<td valign="top" width="385">Erl&#228;uterung der leitenden Fragestellung</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="57">2)</td>
<td valign="top" width="385"><strong><span style="text-decoration: underline;">Hauptteil</span></strong></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="57">2.1)</td>
<td valign="top" width="385">Aussage und Besonderheiten<br />
seines Werkes „Was ist Aufkl&#228;rung“</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="57">2.2)</td>
<td valign="top" width="385">die Epoche Kants (Zeitalter der Aufkl&#228;rung)</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="57">2.3)</td>
<td valign="top" width="385">Leben Kants</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="57">2.4)</td>
<td valign="top" width="385">Beantwortung der Leitfrage</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="57"></td>
<td valign="top" width="385"></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h1>Quellennachweis:</h1>
<p>Wikipedia-Quellen:</p>
<ul>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitalter_der_Aufkl&#228;rung" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitalter_der_Aufkl&#228;rung</a></li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Immanuel_Kant</a></li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufkl&#228;rung" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Beantwortung_der_Frage:_Was_ist_Aufkl&#228;rung</a></li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Metaphysik" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Metaphysik</a></li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Riemermeister" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Riemermeister</a></li>
</ul>
<p>weitere Quellen:</p>
<ul>
<li>Beantwortung der Frage: Was ist Aufkl&#228;rung von Immanuel Kant</li>
</ul>
<h1><span style="text-decoration: underline;">1) Einleitung:</span></h1>
<h2>1.1) Einleitung des Autorenportr&#228;t:</h2>
<p>Immanuel Kant schrieb in seinem mittig der Epoche der Aufkl&#228;rung gelegenem Leben viele Werke, die mehr oder weniger bedeutsam waren, mehr oder weniger Anklang in seiner unmittelbaren Lebensumgebung und weiten &#246;ffentlichen Kreisen fanden.</p>
<p>In einem seiner Werke, die er mit gr&#246;&#223;tem Geschick verfasste, beantwortet er die Frage  „Was ist Aufkl&#228;rung“.</p>
<p>Obwohl dieses anspruchsvolle Werk von den meisten Leuten heutzutage nicht gelesen wird und von denjenigen, die es lesen, kaum beim ersten Lesen verstanden wird, behandelten wir den ersten Teil dieses Aufsatzes in der Schule, als wir uns im Deutschunterricht mit der Epoche der Aufkl&#228;rung – im Zusammenhang mit Lessings „Emilia Galotti“ – besch&#228;ftigten.</p>
<p>Schon damals war ich fasziniert von der Kunst, die Kant an den Tag legte, wenn es darum ging S&#228;tze zu formen und zu gestalten.</p>
<p>Doch nun m&#246;chte ich mich nicht mit seinen k&#252;nstlerischen F&#228;higkeiten widmen, sondern einer Frage, die wir im Deutschunterricht noch nicht gekl&#228;rt haben. Die Frage danach, warum gerade Immanuel Kant als einer <em>der </em>Denker der Epoche der Aufkl&#228;rung heraussticht.</p>
<h2>1.2) Erl&#228;uterung der leitenden Fragestellung:</h2>
<p>Soweit dies untersucht worden ist, gibt es f&#252;r viele „gro&#223;e“ und bekannte Pers&#246;nlichkeiten der Geschichte psychologische Analysen, die die Erkl&#228;rungen f&#252;r das Handeln der Personen liefern, wodurch nachvollziehbar ist, warum eine Person als das in die Geschichte einging, als die wir sie heute kennen. Meist lassen sich auch historische Fakten heranziehen, wodurch die geschichtliche Entwicklung als logisch beschrieben werden kann.</p>
<p>F&#252;hrt man diese psychologischen Eigenarten verschiedenen Personen mit der geschichtlichen Gesamtentwicklung zusammen, so erschlie&#223;t sich einem bei genauer Betrachtung durchaus Verst&#228;ndnis f&#252;r die Geschehnisse der Vergangenheit.</p>
<p>Doch warum ist es nun Immanuel Kant geworden, der drei Kritiken, eine &#252;ber „die reine Vernunft“, „der praktischen Vernunft“ und „der Urteilskraft“ geschrieben hat und nicht einer seiner acht Geschwister, die zweifelsfrei &#228;hnliche Grundlagen hatten, wie Kant selbst.</p>
<p>Nicht nur, weil dies der erste Text Kants ist, den ich gelesen habe, auch, weil ich diesen Text subjektiv bevorzuge, ergibt sich f&#252;r mich folgende Fragestellung:</p>
<p>„Welche Umwelteinfl&#252;sse boten Kant die M&#246;glichkeit und brachten ihn schlie&#223;lich dazu die Frage  nach „Was ist Aufkl&#228;rung“ zu beantworten?“</p>
<p>Bevor ich mit dem Hauptteil beginne, m&#246;chte ich diese Fragestellung noch etwas differenzieren:<br />
Umwelteinfl&#252;sse sind alle Einfl&#252;sse, die direkt oder indirekt auf Immanuel Kant zu Lebzeiten eingewirkt haben, in besonderer Weise Erziehung und Interaktionen mit Familie und Freunden.</p>
<p>„Die M&#246;glichkeit“ ist auf Kants Grundlagen bezogen. Etwa, ob er aus einem gesellschaftlich h&#246;heren Elternhaus stammt, welches sich mit dem Thema Aufkl&#228;rung befasst hat.</p>
<p>Der letzte Teil der Frage fragt nach der oder den Ursachen, die Immanuel Kant zum Schreiben &#252;ber die Aufkl&#228;rung gebracht hat.</p>
<h1><span style="text-decoration: underline;">2) Hauptteil:</span></h1>
<h2>2.1) Aussage und Besonderheiten seines Werkes „Was ist Aufkl&#228;rung“:</h2>
<p>Besonders hervorzuheben ist der ungew&#246;hnliche, aber durchaus sinnvolle, direkte Einstieg (sinnvoll daher, weil er im Folgenden die Unm&#252;ndigkeit, dessen Bestandteil „das Labern – nichts zum Ausdruck bringen“ ist, kritisiert):</p>
<p>„Aufkl&#228;rung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unm&#252;ndigkeit.“</p>
<p>Damit verzichtet Kant auf eine lange Einleitung und auf die Heranf&#252;hrung an das Thema.  Unmittelbar danach definiert er:</p>
<p>„Unm&#252;ndigkeit ist das Unverm&#246;gen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“ Danach folgt: „Selbstverschuldet ist diese Unm&#252;ndigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschlie&#223;ung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“</p>
<p>In diesen drei S&#228;tzen ist jedes Wort wichtig.</p>
<p>Immanuel Kant definiert Aufkl&#228;rung als den Vorgang, den eine Person durchlebt, wenn sie aus dem Dasein sich nicht aktiv des eigenen Verstandes bedienen zu k&#246;nnen, durchl&#228;uft, um M&#252;ndig zu werden.<br />
Diese Unm&#252;ndigkeit kann man differenzieren. Ist eine Person geistig nicht in der Lage, „zu dumm“, um selbst zu denken, so ist sie zwar unm&#252;ndig, diese Unm&#252;ndigkeit ist aber nicht selbstverschuldet, wie es der Fall bei der anderen Gruppe von Personen ist, die nicht M&#252;ndig aufgrund von fehlendem Entschluss und Angst ist.<br />
Daher fordert er im Weiteren auf: „Sapere aude! Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“ und deklariert diesen Spruch zum „Wahlspruch der Aufkl&#228;rung“.<br />
Im Rest des ersten Absatzes  geht er auf die Gr&#252;nde ein, warum die Vielzahl der Menschen unm&#252;ndig ist. Dazu z&#228;hlen vor allem Faulheit und Feigheit – also das von heute bekannte „Ich hab kein Bock“ und die auch heute noch anzutreffende Angst vor Neuem und Misserfolg nach Taten die  dahin ungewohnt waren.</p>
<p>So f&#252;hrt er an, dass man anstatt zu denken auch bezahlen k&#246;nnte. Etwa den „Arzt, der f&#252;r mich die Di&#228;t beurteilt“ und „einen Seelsorger, der f&#252;r mich Gewissen hat“.</p>
<p>Ferner interessant ist, dass er „die Vorm&#252;nder“ beschuldigt daf&#252;r zu sorgen, dass Unm&#252;ndige weiter unm&#252;ndig bleiben und sogar Angst davor haben m&#252;ndig zu werden. F&#252;r die Darstellung dieses Sachverhaltes zieht er einen Vergleich heran:</p>
<p>„Nachdem sie ihr Hausvieh zuerst dumm gemacht haben und sorgf&#228;ltig verh&#252;teten, da&#223; diese ruhigen Gesch&#246;pfe ja keinen Schritt au&#223;er dem G&#228;ngelwagen, darin sie sie einsperrten, wagen durften, so zeigen sie ihnen nachher die Gefahr, die ihnen droht, wenn sie es versuchen allein zu gehen.“</p>
<p>Der restliche Text bedarf keiner so detaillierten Erl&#228;uterung:</p>
<p>Im Weiteren stellt er noch einmal fest, dass Unm&#252;ndigkeit den meisten Menschen zur Natur geworden ist. Nur Wenigen sei es gelungen durch eigene Bearbeitung ihres Geistes sich aus der Unm&#252;ndigkeit herauszuarbeiten. Dies sei allerdings den meisten Menschen m&#246;glich, solange man ihnen die Freiheit dazu l&#228;sst.</p>
<p>Zwar ist es einem einzelnen Menschen schwer sich selbst zu befreien, der Gesellschaft im Ganzen allerdings nicht.</p>
<p>Kant erl&#228;utert weiterhin, wann „Freidenken“ erlaubt ist und wann nicht. So d&#252;rfe ein Soldat sich einem Befehl nicht widersetzten, ihn im Nachhinein aber durchaus kritisieren und einem Publikum zur Bewertung vorlegen.</p>
<h2>2.2) die Epoche Kants (Zeitalter der Aufkl&#228;rung):</h2>
<p>Das so genannte Zeitalter der Aufkl&#228;rung erstreckt sich &#252;ber zwei Jahrhunderte (17. bis 18.), die Kant selbstverst&#228;ndlich nicht durchlebt hat. Dennoch halte ich es f&#252;r richtig diesen Zeitabschnitt „Epoche Kants“ zu nennen, da er zweifelsohne einer der wichtigsten Denker jener Zeit war, wie etwa auch Ephraim Lessing.</p>
<p>Die zentralen Entwicklungen in dieser Epoche sind mit den Ausf&#252;hren Kants &#252;ber „Aufkl&#228;rung“ in Verbindung zu bringen. Den Menschen wurde zunehmend bewusst, dass sie selber denken sollten, und alte, starre und nicht mehr aktuelle Vorstellungen (auch Vorurteile) abstreifen m&#252;ssten.<br />
Dies bezog sich nicht nur auf private Angelegenheiten, sondern durchaus auch auf Politische (beispielsweise war die franz&#246;sische Revolution ein solcher Ausbruch politischer Neugesinnung).</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>2.3) Leben Kants:</h2>
<p>Immanuel Kant wurde am 22. April 1724 in K&#246;nigsberg geboren.<br />
Er war der Sohn eines Riemermeisters (&#228;hnlich dem heutigen Schuster) und einer der Bildung aufgeschlossenen Mutter. Seine Eltern haben neben ihm noch 8 weitere Kinder gezeugt, von denen allerdings nur 5 das Erwachsenenaltern erreichten, was durchaus normal f&#252;r diese Zeit.</p>
<p>Bereits mit 8 Jahren erhielt er durch seine Mutter eine F&#246;rderung &#252;ber das Friedrichskollegium und studierte mit 16 Jahren an der Uni von seinem Heimatort. Zu dem Zeitpunkt interessierte er sich stark f&#252;r Theologie, Philosoph und Naturwissenschaften (dieses Interesse d&#252;rfte auch der Grund daf&#252;r sein, warum nicht eines seiner Geschwister seine Rolle in Anspruch nahm).</p>
<p>Als sein Vater 1746 starb unterbrach er sein Studium und arbeitete als Hauslehrer. So ergaben sich ihm viele Gelegenheiten in die h&#246;heren Schichten der Gesellschaft K&#246;nigsbergs zu blicken und an Diskussionen in dieser mitzuwirken; seinen Kumpanen sch&#228;tzen ihn dabei sehr!</p>
<p>1754 nahm Immanuel Kant sein Studium wieder auf und ver&#246;ffentlichte „Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels“ bevor er seine Habilitation „Die ersten Grunds&#228;tze der metaphysischen Erkenntnis“ vorlegte. Darauffolgend arbeitete er als Dozent f&#252;r Logik und Naturrecht.</p>
<p>Als er allerdings versuchte dies als Professor zu unterrichten, erhielt er eine Absage (1759), woraufhin er sich als Unibibliothekar versuchte.</p>
<p>Im Jahre 1770 wurde sein damaliges Gesuch aufgegriffen und er erhielt die Einladung als Professor f&#252;r Logik und Metaphysik zu lehren. Dies lehnte er allerdings ab, schrieb in der Folgezeit allerdings einen seiner wichtigsten Aufs&#228;tze: „Was ist Aufkl&#228;rung“ (1784) und arbeite von 1786 bis 1788 als Rektor seiner Heimatuni.</p>
<p>Ab 1787 war er ebenfalls an der Akademie der Wissenschaften Teilnehmer, musste sich aber auch stark kritisieren lassen. So kam es beispielsweise dazu, dass sein Herausgeber und guter Freund Johann Biester eine Beschwerde beim K&#246;nig einlegte, weil Kant im Vorfeld in starken Konflikt zu der Zensurbeh&#246;rde stand.</p>
<h2>2.4) Beantwortung der Leitfrage:</h2>
<p>Als nicht aus armem Elternhaus stammend, war Bildung f&#252;r Immanuel nicht verschlossen. Aufgrund seiner Interessen, bekr&#228;ftigt durch seine Mutter und m&#246;glicherweise durch den fr&#252;hen Tod seines Vaters, widmete sich Immanuel Kant jenem Bereich der Wissenschaften, der nur sehr vage ist:</p>
<p>Zwischen Naturwissenschaft und Naturgesetzten auf der einen Seite und Philosophie und Theologie auf der Anderen.</p>
<p>Als er als Hauslehrer arbeitete, muss er auf die Missst&#228;nde der damaligen Gesellschaft aufmerksam geworden sein. Da er dies mit vielen Leuten der h&#246;heren Schicht diskutieren konnte und auch als Lehrk&#246;rper eng mit Bildung und Wissen verbunden war, bot sich ihm die M&#246;glichkeit &#252;ber viele theoretische Fragen Urteile zu bilden. Dazu z&#228;hlen unter anderem in besonders Ma&#223;e seine drei Kritiken (Kritik der reinen Vernunft, Kritik der praktischen Vernunft und Kritik der Urteilskraft).</p>
<p>Den durch all diese &#220;berlegungen aufgebaute geistige Druck in seinem Inneren, entlud sich schlie&#223;lich in „Was ist Aufkl&#228;rung“, in welchem er sehr aggressiv auf die Missst&#228;nde der Zeit hinweist.</p>
<p>Durch seine Aufzeichnungen &#252;berliefert, bleiben uns nun viele Zitate und Gedanken, die wir nicht vergessen sollten, aber auch nicht als Vollendung, sondern vielmehr als Ansporn auffassen sollten;</p>
<p>denn „sapere aude!“</p>
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		<title>Determinismus und Laplacescher D&#228;mon &#8211; oder auch: wenn man das Ende kennt</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Oct 2009 18:41:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Elradon</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der folgende Eintrag beschreibt und interpretiert die Sachzusammenh&#228;nge des Determinismus und des Laplacescher D&#228;mon &#8211; au&#223;erdem warum es den Menschen nicht gefallen w&#252;rde, &#8220;wenn man das Ende kennt&#8221;. Vorwort Ich m&#246;chte vorweg nehmen, dass ich von vielen der hier genannten Theorien eine gute Kenntniss habe. Es ist allerdings nicht zu vernachl&#228;ssigen, dass ich diese vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der folgende Eintrag beschreibt und interpretiert die Sachzusammenh&#228;nge des Determinismus und des Laplacescher D&#228;mon &#8211; au&#223;erdem warum es den Menschen nicht gefallen w&#252;rde, &#8220;wenn man das Ende kennt&#8221;.</p>
<p><span id="more-302"></span></p>
<h2>Vorwort</h2>
<p>Ich m&#246;chte vorweg nehmen, dass ich von vielen der hier genannten Theorien eine gute Kenntniss habe. Es ist allerdings nicht zu vernachl&#228;ssigen, dass ich diese vor geraumer Zeit erworben habe, die Theorien weiterentwickelt werden und in ihrer komplexen Gesamtheit und in ihren Zusammenh&#228;ngen nur von wenigen Menschen auf der Welt korrekt und vollst&#228;ndig erfasst werden. Ich m&#246;chte hier also mehr einen Einblick &#252;ber mein Verst&#228;ndnis der Welt geben als einen h&#246;chst wissenschaftlichen Einblick in unsere Wirklichkeit.</p>
<h2>Determinismus</h2>
<p>Auch wenn der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Determinismus">Determinismus bei Wikipedia</a> bereits gut beschrieben ist (eine Lekt&#252;re der Seite ist hiermit empfohlen), m&#246;chte ich ein paar meiner eigenen Worte dar&#252;ber verliergen. Wenn man der Theorie des Determinismuses folgt, dann glaubt man, dass bereits alles was passieren wird und alles, was jemals passiert ist, bereits von Anfang an* fest standt. *&#8221;von Anfang an&#8221; w&#252;rde ich hierbei zeitlich auf den Urknall legen aber, wenn es sich bei diesem um ein sich wiederholendes Ereignis handelt, nicht weiter in die Vergangenheit &#8211; nicht bis zum ersten Urknall;</p>
<h2 id="firstHeading">Laplacescher D&#228;mon</h2>
<p>Eine direkter Vergleich zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Laplacescher_D%C3%A4mon" target="_blank">Laplaceschen D&#228;mon</a> bringt weitere Erkenntnisse &#252;ber die Hintergr&#252;nde dieser Theorie. In eigenen Worte m&#246;chte ich folgend zusammenfassen:</p>
<p><em>Kennt man den momentanen und die vergangenen Zust&#228;nde eines Systems und sind einem alle Gesetze / Verhaltensweisen der Natur, die in diesem System wirken, bekannt, so kann man auf die zuk&#252;nftige Entwicklung des Systems schlie&#223;en.</em></p>
<p>Zuerst m&#246;chte ich sehr vereinfachtes Beispiel geben: Wir <strong>rollen einen Ball</strong> eine Schr&#228;ge hinunter. Da wir die Anfangsgeschwindigkeit, die Neigung des Gef&#228;lles, den Luftwiederstand und sonstige Kr&#228;fte, etwa die Gravitation kennen, ist es uns m&#246;glich vorherzusagen wann der Ball zu rollen aufh&#246;rt oder wann dieser eine bestimmte Geschwindigkeit erreicht; oder wo er nach einem bestimmten Zeitintervall ist.</p>
<p>Diese Vorhersagen sind auch f&#252;r komplexere, feinere Vorg&#228;nge m&#246;glich. Taucht man etwa einen mit <strong>Farbe ges&#228;ttigten Pinsel in ein Glas Wasser</strong>, so wissen wir, dass sich die Farbe in diesem Glas verteilen wird und mit voranschreitender Zeit nahezu eine Gleichverteilung vorherschen wird (Stichwort: Diffusion und Eigenbewegung der Teilchen).</p>
<p style="padding-left: 30px;">An dieser Stelle ist auch unbedingt der Begriff der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Entropie_%28Thermodynamik%29" target="_blank">Entropie</a> zu nennen. Sie beschreibt den Zustand eines Systems &#8211; genauer die Ordnung oder Unordnung der Teilchen in dem System. Wasser liegt in seiner festen Form (Eis) etwa sehr geordnet vor; dies sieht man etwa bei Eiskristallen. Wasser in fl&#252;ssiger Form ist schon &#8220;unordentlicher&#8221;. Die Teilchen sausen hin und her. Wird die Energie in dem System noch gr&#246;&#223;er, so werden die Molek&#252;le so schnell, dass sie sich von einander so weit entfernen, dass sie frei in die Luft gehen &#8211; Wasserdamf.</p>
<p>Zur&#252;ck zum Wasser-Farbe-Beispiel. F&#252;r das &#228;u&#223;ere Erscheiungsbild werden wir also ad&#228;quat vorhersehen k&#246;nnen, wie die Fl&#252;ssigkeit im Glas nach einiger Zeit aussehen wird. Problematisch wird es, wenn wir versuchen die zuk&#252;nftigen Aufenthaltsorte der einzelnen M&#246;lek&#252;le und Ionen zu bestimmen. Wir wissen zwar, dass der Zustand eines Systems zu einer hohen Entropie / Unordnung strebt, allerdings k&#246;nnen wir dies nur mittels der Eigenbewegung der Teilchen begr&#252;nden. Warum die Teilchen sich genau bewegen, k&#246;nnen wir noch nicht sagen und noch weniger k&#246;nnen wir sagen wohin sie sich bewegen werden. Es ist allerdings nicht von der Hand zu weisen, dass wir mit den entsprechenden Modellen genau dies k&#246;nnten (dies scheint aufgrund einer Vielzahl an historischen Ereignisse nahezu belegbar).</p>
<h2>unser Universum und wir</h2>
<p>Der Artikel f&#252;hrte von einem einfachen Beispiel (Rollen eines Balles) zu einem viel komplexeren (Molekularbewegung aufgrund der Eigenbewegung). Ich m&#246;chte nun den Schritt waren und behaupten, dass sich die genannte Theorie auch auf das gr&#246;&#223;te uns bekannte System anwenden lassen &#8211; das Universum. Teilweise k&#246;nnen wir schon recht gut vorhersagen wie sich die Dinge im Universum verhalten. So wissen wir entlang welcher Bahn Kometen fliegen &#8211; und das trotz verschiedener Krafteinwirkungen, etwa von naheliegenden Planeten, die den Kurs des Kompetens beeinflussen. Selbst steuern wir unsere Satelieten in die weiten des Universums und nehmen uns dabei etwa den Mond zur Hilfe.</p>
<p>Es ist also festzuhalten, dass wir sowohl die Entwicklungen von einfachen Vorg&#228;ngen, aber auch die der von gewaltigen Objekten (etwa Gasriesen und andere Gr&#246;&#223;en im Universum) vorhersagen k&#246;nnten. Was bleibt also &#252;brig zu sagen? Der Mensch als wissenschaftliches Objekt:</p>
<p>Der Mensch besteht wie so ziemlich die meisten Dinge, die der normale Mensch kennt, aus Atomen, Molek&#252;len, Ionen. Warum sollten wir also nicht auch f&#252;r ihn, also auch seinen Entscheidungen, Vorhersagungen machen k&#246;nnen? &#8211; Diesem Gedankengang steht bisher die Meinung der Menschen &#252;ber sich selbst im Wege. Glaubt der Mensch doch einen freien Willen zu haben.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Doch bereits der Europ&#228;ische Gerichtshof <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Geringere-Haftstrafe-wegen-aggressionsfoerderndem-Gen-850039.html" target="_blank">schrenkt dies in Sache Strafrecht ein</a>. So wurde die Strafe eines Mannes gek&#252;rzt, der eine genetischen Abnormalit&#228;t aufwies, die zur Zolge hat, dass ein bestimmtes Enzym, welches agressiv-machende Hormone abbaut, nur in gerinen Mengen produziert wird. Bei einem kleinen Streit gibt es deswegen einen &#220;berschuss an agressiv-machenden Hormonen, da diese nur langsam abgebaut werden. Da der Mann deswegen in einer Streitsituation nicht mehr nur seinem freien Willen unterworfen w&#228;re, sondern aufgrund des Mangels an dem Enzym quasi dazu gezwungen war, agressiv zu handel, tr&#228;fe ihn eine geringere Schuld, weshalb auch die Strafe geringer ausfallen m&#252;sste.</p>
<p>Doch woher r&#252;hrt der freie Wille? Nach der Geburt eines Menschen hat dieser zweifelsohne Reflexe auf bestimmte k&#246;rperliche Interaktionen &#8211; schlie&#223;lich ist bei Reflexen nicht einmal das Gehirn beteiligt, sondern eben nur die Nervenbahnen in unserem K&#246;rper. Ebenso wei&#223;t er kaum genetisch bedingtes Wissen &#8211; der &#8220;neue&#8221; Mensch muss alles lernen, was er sp&#228;ter einmal k&#246;nnen muss. Er lernt also das Krabbeln, Reden und allerlei. Dieses stets unter dem Einfluss der Umgebung. Sowohl der k&#246;rperlichen als auch der kulturellen. Ist der Mensch also letztendlich nicht nur eine Ansammlung von Erfahrungen, von Erziehung, die  ihm das sp&#228;tere Handel diktieren; und, wenn man zugrunde legt, dass dies alles auf einem chemischen System basisert, dann bleibt doch letzendlich nur der Schluss, dass alles, was ein Mensch in seinem Leben tuen wird, vorhersagbar ist &#8211; sowohl aus Sicht der Psychologie (was wurde dem Mensch vermittelt? welche Eindr&#252;cke hatte er?), als auch aus der Sicht der Wissenschaft (welche chemischen und k&#246;rperlichen Einwirkunen l&#246;sen welche Reaktion im K&#246;rper hervor, &#8230;).</p>
<p>Da wir aufgrund der obersten Ausf&#252;hrung bereits wisse, welche Ereignisse einen Menschen beeinflussen, so k&#246;nnen wir nun schlie&#223;lich auch sein Hadndel vorhersagen, was letztlich dazu f&#252;hrt, dass wir das Verhalten der gesamten Menschheit vorher sagen k&#246;nnten &#8211; notwendig daf&#252;r w&#228;ren eben die Kenntnisse und Modelle, von denen bereits die Rede war.</p>
<h2>Das Problem der Kenntniss und Paradoxie</h2>
<p>Nun wird es den meisten Menschen so gehen, sofern sie die Theorie verstanden und akzeptiert haben,   <a href="http://jennybloggt.wordpress.com/2009/10/23/wenn-man-das-ende-kennt/">dass es ihnen unerw&#252;nscht ist, dass bereits alles feststeht </a> und dass sie keinen freien Willen haben. Weiterhin ergeben sich noch Fragen der Paradoxie; etwa: ver&#228;ndert die Kenntniss dar&#252;ber, dass bereits die Zukunft feststeht, nicht unseren Handlungswillen und damit auch die Zukunft? Sicherlich ist das so &#8211; auf den ersten Blick. Denn die Vorhersage, dass wir Kenntniss von dieser Theorie erlangen und sie verstehen war genau so vorhergesagt wie alles andere. F&#252;r den objektiven Daemon, der uns von &#8220;au&#223;en&#8221; betrachtet, ist es keine &#220;berraschung. Ihm war klar, dass es passieren w&#252;rde &#8211; genau so.</p>
<p>F&#252;r uns selbst stellt sich nun allerdings eine Frage, die die L&#246;sung des Dilemmas geben wird. W&#228;re es nicht m&#246;glich einfach nichts mehr zu machen &#8211; die Zukunft steht ja fest? Sicherlich ist diese M&#246;glichkeit gegeben, sie ist es aber immer. Denn zwar ist die Zukunft vorhergesagt, aber sind wir eben nicht in der Kenntniss dieser. F&#252;r uns ist unklar, ob und wie unser Leben sich entwickeln wird; und so sind wir aus Egoismus dazu angehalten eben doch etwas zu tun &#8211; das, was wir auch tun w&#252;rden, wenn wir nicht w&#252;ssten, dass wir keinen freien Willen haben.</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;Ich bin dazu determiniert zu erkennen, dass ich determiniert bin!&#8221; von Alexander Frick</p>
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