Aufgrund eines gewissen Anlasses wurde ich dazu ermutigt mich mit dem Prinzip, welches hinter Seiten wie dealstreet.de, crazyhammer.de und hammerdeal.de steht, zu befassen. Da ich derzeit eh ein iPhone haben möchte, versuchte ich einfach mal mein Glück.dealstreet.de war mir bereits aus dem TV bekannt und sprach mich auch vom Design her am meisten an. Bevor ich mich allerdings anmelden wollte, fand ich, sollte ich das Prinzip verstehen, welches bei dieser Art von Auktionen zum Tragen kommt. Intuitiv, das kann ich sagen, was es auf keinen Fall und erst nach Lektüre der Hilfeseiten entschloss ich mich einen Kundenaccount anzulegen, aber vorerst keine Gebote zu kaufen – dass dies geht, ist sehr löblich, denn so konnte ich mir den internen Bereich anschauen und Auktionen beobachten, was dann letztenldich dazu führte, dass ich das Prinzip vollständlich verstandt.
So habe ich das Prinzip verstanden: Ein Artikel wird auf der Seite zur Auktion bereitgestellt. Startpreis: 0€. Durch ein abgegebenes Gebot, welches man vorher zu 0,50 € kauft, bietet man dann auf diesen Artikel und erhöht den Auktionspreis etwa um einen Cent. Außerdem wird der Zeitraum, in dem der Artikel zur Auktion steht, etwas verlängert.
Das spannende daran ist nun, dass besonders, wenn nur noch 10 Sekunden Auktionszeit sind, viele verschiedene Teilnehmer hintereinander bieten; nun muss man abwägen, ob man mitbietet, allerdings dadurch viel Geld ausgibt, oder, ob man auf Risiko setzt, und auch mal nicht auf “Bieten!” klickt.
Meine iPhone-Auktion, die heute morgen schon um 10:00 Uhr hätte zu ende sein können, läuft jetzt um 20:08 Uhr immer noch. Denn die ganze Zeit waren Teilnehmer dabei Gebote abzugeben und so die Zeit der Auktion zu verlängert. Der Preis beträgt gerade 65,72 € – für ein iPhone natürlich unschlagbar günstig! Wenn mir jemand sagen kann, wo sonst ich ein iPhone ohne Vertrag kaufen kann, und da kann der Preis auch gern etwas höher sein, kann sich ruhig mal über die Kommentare melden
Aber vielleicht gewinne ich auch die Auktion – ich fürchte allerdings, dass es noch ein Weilchen dauern wird…
Gerade ist die Auktion bei 66,30 € angekommen. Ich denke, für den Anbieter wird es sich auf jeden Fall gelohnt haben. Denn 66,30 € durch 0,01 € = 6630 (Gebote). Entspricht also 3315 € Einnahmen.* Wenn man überlegt, dass das iPhone zu einem Direktkaufpreis von etwas mehr als 830 € angeboten wird, ergibt das einen Überschuss von etwa 2400 €. Natürlich muss man bedenken, dass hier noch eine Menge weiterer Kosten abgezogen werden müssen, etwa die des Servers und die Mehrwertssteuer darf man auch nicht vergessen; aber für mich, der auch die ein oder andere Webseite betreibt, ergibt sich nur ein Schluss: geiles Geschäftsmodell.
Das sage ich aber nicht nur, wenn ich betrachte, wie viel Geld man damit machen kann. Auch als Käufer kann man dort echt krasse Schnäppchen machen. Ich mein, dort wurde ein schon iPhone für 36,01€ verkauft! Leider gucken die anderen Bieter in die Röhre… und noch ein Problem hat sich mir aufgetan: Suchtpotential. Ich habe einige Mal gedacht, dass ich mir doch gleich 400 Gebote holen könnte, dann könnte ich so viel bieten, dass ich das iPhone sicherlich bekäme; und außerdem habe ich ja schon einen gewissen Betrag invenstiert. Der würde ja verschwendet, wenn ich das iPhone nicht bekomme… Ansatz von Sucht?
Als Fazit möchte ich zusammenfassen, dass sich das Geschäftsmodell sehr lukrativ darstellt. Sowohl für den Anbieter, als auch für den Käufer. Leider kann es auch passieren, dass man viel Leergeld bezahlt und eine Menge Zeit für nichts opfert.
Update:
*: ich möchte darauf hinweisen, dass es verschiedene Auktionen gibt. Die Rechnung gilt natürlich nur für Auktionen, bei denen sich das Gebot um einen Cent erhöht. Es gibt auch Auktionen, bei denen es um zwei oder fünf Cent geht.
Update 2:
Die Auktion ist zuende – 136,91 €!
PS: ich würd mich freuen, wenn ihr mir ein kurzes Kommentar hinterlasst, ob der Beitrag euch geholfen hat.
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